Onlinsucht Allgemein
Onlinesucht Hilfe für Spieler
Forum und Hilfe für Eltern
Onlinesucht Wissenschaft

Onlinesucht - Forum & Hilfe - Alexander


Alexander - Persönliche Motivation

Spiele sind schon seit C64er Zeiten ein Thema. Nicht nur das Spielen ansich ist für mich interessant, sondern natürlich auch die Frage nach dem "Was steckt dahinter?". So habe ich irgendann im letzten Jahrtausend einen Sommer damit verbracht, ein Text-Adventure zu erstellen, bei dem es darum ging, den WM-Pokal von Pelè überreicht zu bekommen. Das Ganze war im MS-Dos Editor geschrieben und hat sogar funktioniert! Leider gibt es die Diskette nicht mehr, aber noch einen nostalgischen Ausdruck auf Papier davon.

Dann kam das Internet. Erstmalig 1995 in Malta gesurfed und vom Fleck weg begeistert. Im Elternhaus gleich ein 33k Modem installiert und an den ersten Webseiten gebastelt. Herhalten musste die Seite meiner damaligen Band - the banana trees. Wie in vielen Dingen des Lebens erkannte ich, dass ich für  zwar sehr gute Ideen habe, die Umsetzung sich aber schwierig gestaltet. Besonders im grafischen Bereich oder bei der Programmierung. Dafür hat aber mein älterer Bruder in diesen Dingen umso mehr Talent und ist seit jeher meine größte Stütze. So auch bei IPOS. Er hat die Webseite gestaltet.

Zurück zum Thema. Über meine Offline-Computerspiele- Überbeschäftigung - Fußballmanger (Anstoss), mal eben die Welt erobern (Civilisation, Masters of Orion) oder Strategie (Warcraft) - kam es am 11.02.2005 zu World of Warcraft. Nachdem ich 2001 einen Sommer in "Ultima Online" verbracht habe, war 4 Jahre später "Warcraft" ein gefundenes Fressen für meine Lust auf Community, Chat, tolle Grafik und Spaß. Ich war gefangen, fand das aber eigentlich ganz cool.

In der Anfangszeit des PVP Rang-Systems war ich definitiv 3-4 Wochen "extrem zu viel im Spiel". Geheilt hat dies das Spiel selber. Eine Woche auf Malta. Einen Rang verloren. Das hat mich von der PVP Sucht befreit. Als Gildenmeister sah ich mich aber im Spiel dazu bewogen, Verantwortung zu übernehmen. Meiner Gilde zu helfen. Für Probleme meiner Mitspieler ein offenes Ohr zu haben. Berger, mein Charakter, war zwar nie der große Held im Spiel aber sicherlich für viele ein wichtiger Ansprechpartner bei Problemen aller Art. Wenn es ums Chatten geht, bin ich recht untypisch für einen Mann. Fast sogar weiblich. Ich schreibe einfach sehr gern und sehr viel. Manchmal zu viel.

Irgendwann hat mein Notenbild dann nicht mehr gepasst auf der Uni. Und in der Arbeit war ich auch etwas zwieder, obwohl es in meiner damaligen Firma eigentlich ein Superjob war, keine Frage. Zeitweise hab ich mich dabei ertappt, dass ich mich im Spiel wohler fühlte als im echten Leben. Und das ich außerhalb des Spiels daran gedacht habe. Oder zu oft daran gedacht habe um es auf den Punkt zu bringen.

Zum Glück war das bei mir persönlich aber nur eine Lebensphase über einige Wochen, die dazu geführt haben, dass ich mich nun in  WoW-Spielern gut reinversetzen kann. Ich verstehe, warum einem im Moment "X" ein Gegenstand so wichtig sein kann, wohl wissend, dass der Gegenstand in Wahrheit nur virtuell, nicht greifbar und auch nicht wichtig ist. Für den Spieler "Y" aber durchaus im Moment ein Glücksgefühl und vielleicht noch viel wichtiger: Selbstbestätigung und Achtung in der Community bringt.

"Onlinesucht.at" ist für mich eine Möglichkeit, sogenannte "verlorene Seelen" mit Tipps wieder in die echte Welt zu bringen. Bzw. die berühmte Balance zwischen beiden Welten zu finden. Eltern und Betroffenen Hilfestellungen zu bieten. Im besten Fall professionelle Hilfe zu vermitteln. In den Gesprächen mit unseren Experten habe ich erkannt, wie wichtig Therapeuten sein können und dass es einige wahnsinnig Gute gibt!

Natürlich finde ich mich aber auch in Situationen wieder, in denen ich nicht weiß, wie ich helfen kann, außer ein offenes Ohr zu haben und zu probieren, eine Art Mediator zu sein zwischen den betroffenen Angehörigen, Freunden und dem Spieler.

Schließlich - und das bitte zu beachten: Ich bin "nur" BWLer, Hobbykünstler, Musikmanger und Transportwirt und kein ausgebildeter Psychodoc. Ich bin jedoch der Thematik "games research" und "Onlinesucht" sehr aufgeschlossen, verschlinge seit Jahren (!) alle Artikel, die ich darüber in Magazinen, Bücher oder auch im Inet gefunden habe. Fazit: als Amateur, im eigentlichen Sinne des Wortes erlaube ich mir, mir hier Gehör zu verschaffen.

Update: Seit Februar 08 habe in den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und die Firma Alexander Pfeiffer; Werbe-, NeueMedien Agentur und Filmproduktion gegründet.

Computerspieleforschung war in den letzten Monaten immer mehr mein Hauptthema. So stand auch ein Studienaufenthalt am Gambit/MIT auf meinem Plan. Es geht schließlich auch darum die positiven Seiten des Computerspiels zu zeigen. So können Spiele exzellent eingesetzt werden um (Lern)Inhalte zu vermitteln. Positives Lernen sozusagen. Krems sollte im Oktober 2009 mit einem M.A. abgeschlossen sein.

 liebe Grüße, ich freue mich über Diskussionen im Forum,

 Mag. Alexander Pfeiffer

foto

 

 

 

 

 

 


Links für interessierte:

www.alexpfeiffer.at
www.bandunion.at
www.schattenparker.at
www.friends4ever.at
www.amalteselovestory.com
www.wissensspieler.at
www.mystifyproductions.at
www.in-game-advertising.at
www.esport-research.at


 


 

}