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Ramona [IPOS]
Anmeldedatum: 05.03.2007 Beitr�ge: 38 Wohnort: Kärnten
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Verfasst am: 06.03.2007, 18:50 Titel: Können andere sagen das man süchtig ist? |
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Hallo zusammen,
na dann, möchte ich gleich mal den Stein ins rollen bringen und mal in die Runde fragen ob Eltern, Geschwister, Freunde, Partner überhaupt bewerten können ob man ein Suchtproblem hat oder nicht.
Kann es nicht einfach sein, dass deren "Schmerzgrenze" einfach eine ganz andere ist, als die eigene, dass sie einfach zu pingelig sind was die häusliche und persönliche Sauberkeit angeht und z.B.: Essen heutzutage sowieso überbewertet wird?
Wie sehr nervt es eigentlich einen selbst, dass sich hier Menschen einmischen, die keine Ahnung von alle dem haben. Man trifft ja seine Freunde, man isst ja auch nebenbei, man lernt doch mit jedem Mal was neues- also wozu der Stress?
Ich glaube, vor diesen Problemen sind wir alle oft genug gestanden und haben versucht mit Händen und Füßen dem Gegenüber klar zu machen WAS nun Sache ist. In meinem Fall, meist nur mit sehr sehr mäßigem Erfolg. Am problematischsten gestaltet es sich vorwiegend bei Personen, die einen sehr geringen Bezug zu einem PC, dem Internet oder eben zu Online Games haben. Eine emotionale Berg- und Talfahrt wenn sich diese Diskussion täglich mit dem eigenen Partner abspielt und keinen Konsens gefunden wird.
Wie ergeht es euch?
Wie begegnet ihr diesen Menschen?
Wie lebt ihr damit in eurer Partnerschaft?
Freue mich auf eine nette Diskussion,
Ramona |
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Tellme
Anmeldedatum: 04.03.2007 Beitr�ge: 13 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 09.03.2007, 11:39 Titel: |
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Obwohl die Frage sicher nicht an mich, sondern an eher an Spieler gerichtet ist, möchte ich sie doch beantworten:
Als Betroffener Stiefvater des Fallbeispieles auf dieser Seite gibt es für mich nur eine Antwort: Ja, man kann das Problem erkennen und auch bewerten. In einem gewissen Stadium verändert sich der Betroffene, seine ganze Persönlichkeit. Er richtet, speziel in WOW sein ganzes reales Leben auf die Termine in dem Spiel aus. Dazu ein Beispiel aus der persönlichen Geschichte des Stiefsohnes: Er, seine Mutter und ich waren in einem Einkaufszentrum, um Geräte (Waschmachine, Mikrowelle und Staubsauger) für seine Wohnung zu kaufen. Da es ja seine Geräte werden sollten, wurde er aufgefordert mitzufahren, was er auch tat. Durch den großen Andrang in das neueröffnete Geschäft dauerte das ganze etwas länger und Junior wurde von Minute zu Minute Hibbeliger. Endlich aus dem Geschäft gekommen, gestresst und fertig beschlossen seine Mutter und ich, uns einen Kaffee verdient zu haben und begeben uns in ein Kaffeehaus.
Mittlerweile ist es 12.15 Uhr und ohne Vorwarnung beginnt Junior durchzudrehen. Er hätte um 12.00 Uhr an einem Raid teilnehmen müssen, jetzt sei es zu spät. Das schreit er in lauten Worten ohne Rücksicht auf die Öffentlichkeit des Ortes, es kommt fast zu einer körperlichen Attacke auf mich.
Oder sein Führerschein. Er bekam zu seinem 18. Geburtstag 1500 Euro dafür von seiner Mutter. Er meldet sich in der Fahrschule an, schafft es aber dann zwei Jahre lang nicht hinzugehen, da er seinen Charakter hochleveln muss. Das Geld verfällt und er hat bis heute keinen Führerschein.
Außerdem gehen körperliche Veränderungen an seiner Person vor. Durch seine Ernährung (Cola, Pizza, Chips, Fertigprodukte) und die mangelnde Bewegung nimmt er immer mehr zu, zuletzt auf 150kg. Keine körperliche Hygiene, die Wohnung verdient nur mehr die Bezichnung Saustall. Er war 10 Wochen keinen Müll wegbringen, sondern hat alles im Schlafzimmer!!!!gesammelt, er droht mit Selbstmord, als sein PC nicht funktioniert usw, usw.
Das sind sicher extreme Beispiele einer weit vorangeschrittenen Situation. Aber generell ist zu sagen, das man es als Angehöriger, der die Situation nicht verleugnet sehr schnell bemerkt, das etwas schief läuft.
Alle betroffenen Spieler sollten froh sein, wenn die "Alten" nerven, denn dann haben sie euch noch nicht abgeschrieben.
lg
Tellme |
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Alex [IPOS]
Anmeldedatum: 01.03.2007 Beitr�ge: 31
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Verfasst am: 13.03.2007, 18:08 Titel: mmhh.. |
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@ Tellme: Danke für deinen ausführlichen Post und auch für das super-lange Interview und den netten Diskussionsabend in meinen 4 Wänden Ende 2006.
@ Ramona: Mmhh mal in meine eigene Seele schauen.
Also: Als Außenstehender trau ich mir sehr wohl bei manch' Leuten zu sagen zu können, dass sie zu viel spielen - und das obwohl ich weiß wie extrem lustig spielen ist. Und ich bin mir sowas von sicher, dass man es merkt. Wobei man differenzieren muss ob mal jemand ne Phase hat wo er gern mal Zeit für sich braucht und auch mehr zockt, oder ob das über ein halbes Jahr geht. Und der Kontakt gegenüber allen Freunden flöten geht.
Als Spieler - ich sag mal es gibt 4 Variationen.
1: Offline Spiel - das wirklich nur man selbst spielt - eben keine Freunde mit denen man darüber reden kann...
Da wäre bei mir Skispringen 2005 ein gutes Beispiel. Ich hatte da einen Rythmus von 40 min lernen, 20 min spielen. Und wenn es ans Saisonfinale ging im Spiel auch oft umgekehrt. Nur hat sich keiner für das Spiel interessiert. Trotzdem war ich davon entfesselt es meinen Lieblingen im Fernsehen gleich zu tun und die Maus so perfekt zu beherrschen, dass ich auch mal die Vierschanzentournee im Profi-Modus gewinne...
Man kann mit niemanden darüber reden, jeder hält dich für bekloppt und du spielst im Fenstermodus um sofort wieder auf die learn-website deiner UNI zu klicken.
2: Offline Spiel - welches zwar alleine vorm PC ist, aber viele Freunde spielen.
Beispiel: Fußballmananger oder Civilisation. Viele Freunde spielen das selbe Spiel. Wenn man mal auf ein Bierli ist erzählt man sich gegenseitig was man im Spiel getan hat. Oft sind das sehr interessante und lustige Geschichten, die aber nicht-Spieler bei Gott nicht verstehen. Von denen wird man als Freak abgestempelt. Im Freundeskreis fühlt man sich aber sehr wohl.
3: Party-Offline-Spiele oder LAN Spiele
Ich sags mal so. Du hast in deinem Freundeskreis Leute die gerne Musik machen - oder Hobby-singen und Leute die dies nicht tun. Es kommt ein neues Singstar und du triffst dich wochenlang nur mit deinen kumpels um daheim vorm Fernseher zu singen. Die "nicht-Sänger" sind angefressen. Falls es aber Party-mäßig zugeht auch gerne willkommen - und dann trauen sie sich irgendwann ganz sicher auch selber singen. Die Variante ist total anerkannt und dich würde keiner als Süchtig einschätzen, obwohl du es auch irgendwie bist. Und die Stimmbänder kaputter und kaputter werden.
Eine nicht sehr anerkannte Variante ist die private-Lan Party. Außer man sorgt dort auch für einen Plasma-Schirm und coole DVD's für die nicht-Spieler. (Und ne Cocktail Bar)
4: Das Online Rollenspiel
birgt viele viele Freuden und ebensoviele Gefahren. Man könnte stundenlange Diskussionen darüber führen über objektives Verhalten und subjektives Empfinden. Und zwar von beiden Seiten. Spieler und Betroffene des Spielers.
Super Interviews auf der IPOS Seite: Poppe / Singer / Fellner - unbedingt lesen!
Mein Tipp: Bei den virtuellen Freunden auch aufpassen ob man denen eine echte-Freundschaft schenkt. Wenn man das dann tut zählt diese für mich so wie eine wahre Freundschaft. Das gleiche gilt für den Ausdruck "sehr guter Bekannter". Man darf sich nur nicht blind reinfallen lassen.
Sodale!
Das war zwar jetzt ne Themenverfehlung - aber ich sende das trotzdem mal ab!  |
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Acaloth
Anmeldedatum: 30.07.2009 Beitr�ge: 14
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Verfasst am: 30.07.2009, 14:18 Titel: Re: Können andere sagen das man süchtig ist? |
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| Ramona [IPOS] hat Folgendes geschrieben: | Hallo zusammen,
na dann, möchte ich gleich mal den Stein ins rollen bringen und mal in die Runde fragen ob Eltern, Geschwister, Freunde, Partner überhaupt bewerten können ob man ein Suchtproblem hat oder nicht.
Kann es nicht einfach sein, dass deren "Schmerzgrenze" einfach eine ganz andere ist, als die eigene, dass sie einfach zu pingelig sind was die häusliche und persönliche Sauberkeit angeht und z.B.: Essen heutzutage sowieso überbewertet wird?
Wie sehr nervt es eigentlich einen selbst, dass sich hier Menschen einmischen, die keine Ahnung von alle dem haben. Man trifft ja seine Freunde, man isst ja auch nebenbei, man lernt doch mit jedem Mal was neues- also wozu der Stress?
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Ich denke ab einem gewissen Grad kann sicher jeder feststellen das wer süchtig ist. Meines Erachtens darf man aber "süchtig" nicht mit "zuviel spielen" gleichsetzen, 1. ist "zuviel spielen" irrsinnig subjektiv, ich traf mal auf einen in einer derartigen Diskussion, für den wirklich jeder ein Problem hatte der länger als 30 min/tag vor dem PC saß. Die Spielzeit ist meines Erachtens auch kein Kritierium da das erfassen selbiger einfach zu subjektiv ist und auch davon abhängt was einem wichtig ist und was nicht und was einem Spass macht und was nicht.
2. "süchtig" heisst etwas ganz anderes wie "Tag und Nacht vor dem PC sitzen und seine Hausübungen nicht machen" "süchtig" heisst das man nicht mehr ohne die Droge leben kann und um jeden Preis etwas tun muss. Süchtig ist prinzipiell eine Art Zwangsverhalten.
@Tellme:
Wenn ihr Stiefsohn an dem Tag ein Fussballmatch mit seinem Klub gehabt hätte, hätten sie aber kein Problem damit gehabt das ganze zu verschieben oder bzw. hätten die Aufregung verstanden ? (ich bezweifle nicht das ihr Sohn ein Problem hat, will nur aufzeigen wie subjektiv das ganze sein kann) |
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Casual
Anmeldedatum: 25.06.2009 Beitr�ge: 15 Wohnort: Delmenhorst
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Verfasst am: 30.07.2009, 15:39 Titel: Nicht alles ist subjektiv |
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Hallo,
ich habe die Diskussion nun schon gespannt verfolgt und möchte an dieser Stelle selber etwas dazu sagen bzw. schreiben. Ich selbst war, wenn meine persönliche Einsicht mich nicht beirrt, auch süchtig nach World of Warcraft. Mal abgesehen von der subjektiven Wahrnehmung der Veränderung, die mit so einer Sucht einhergeht, sind auch klare objektive Kriterien zu sehen.
Ich persönlich wurde aggressiver und das haben u.a. auch meine Eltern ab und an gespürt. Man kann nun sagen, dass Person XY eine gewisse Grundaggression in sich trägt, aber die Entwicklung dahin ist meiner Meinung nach ein klares Suchtverhalten. Suchtverhalten auch deshalb schon, weil durch den Entzug vom Spiel, diese Reaktionen ausgelöst werden und dann kann man es auch objektiv messen.
Wie mein Vorposter schon erwähnte, geht es nicht nach der Spielzeit. Es gibt Phasen, in denen manche viel spielen und andere, in denen sie den PC links liegen lassen. Wer jedoch konstant über einen längeren Zeitraum (Monate oder sogar Jahre) den Konsum des jeweiligen Spiels exessiv gestaltet (4-5 Std. / Tag) und sein "real-Life" dem "second-Life" unterordnet, der ist süchtig und das kann man eindeutig objektiv bemessen.
Zum Thema Fussballmatch:
Sicher wäre der Grund durchgegangen, aber seien wir doch mal ehrlich: Wer würde sein Kind nicht lieber auf dem Fussballplatz in echter Gesellschaft sehen, als vor dem PC mit virtuellen Freunden? Die Onlinesucht kommt gerade erst richtig in den Trend und vllt. wird es irgendwann eine Zeit geben, in der diese so toleriert wird, wie die Abhängigkeit von Zigaretten. Da redet auch keiner drüber und jeder toleriert es. =\
So long..
Lars |
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Acaloth
Anmeldedatum: 30.07.2009 Beitr�ge: 14
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Verfasst am: 30.07.2009, 20:02 Titel: Re: Nicht alles ist subjektiv |
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| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Ich persönlich wurde aggressiver und das haben u.a. auch meine Eltern ab und an gespürt. Man kann nun sagen, dass Person XY eine gewisse Grundaggression in sich trägt, aber die Entwicklung dahin ist meiner Meinung nach ein klares Suchtverhalten. Suchtverhalten auch deshalb schon, weil durch den Entzug vom Spiel, diese Reaktionen ausgelöst werden und dann kann man es auch objektiv messen. |
Wenn es durch Entzug ausgelöst wird ist es klarerweise Suchtverhalten.
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Wie mein Vorposter schon erwähnte, geht es nicht nach der Spielzeit. Es gibt Phasen, in denen manche viel spielen und andere, in denen sie den PC links liegen lassen. Wer jedoch konstant über einen längeren Zeitraum (Monate oder sogar Jahre) den Konsum des jeweiligen Spiels exessiv gestaltet (4-5 Std. / Tag) und sein "real-Life" dem "second-Life" unterordnet, der ist süchtig und das kann man eindeutig objektiv bemessen. |
Nein das kann man nicht eindeutig objektiv bemessen. Da der Mensch kein objektives Wesen ist, sie bewerten 4-5h/Tag als exzessiv wieso ?
Definieren sie " "real-life" dem "second-life" unterordenen" und dann stellen sie sich die Frage ob sie bei gleichen Handlungen wenns ums Fussball spielen oder Tennis spielen gehen würde genauso bewerten würden.
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Sicher wäre der Grund durchgegangen, aber seien wir doch mal ehrlich: Wer würde sein Kind nicht lieber auf dem Fussballplatz in echter Gesellschaft sehen, als vor dem PC mit virtuellen Freunden? |
Weil Fussball spielen besser ist?
Weil sie virtuelle Bekanntschaften als prinzipiell minderwertig ansehen?
Das ist nur ein überkommenes Denken, dass sich bereits auflöst und das ist auch gut so. Durch das virtuelle und eben das nicht sehen fallen viele Bewertungskritieren für Menschen weg, wie z.B. Aussehen und Kleidung. Dadurch das im Internet jeder alles sein kann lernt man die Gefühlswelt der Menschen oftmals besser kennen als wenn man sie offline kennen würde, einfach weil sie jede Maske fallen lassen die sie sonst aufgrund sozialer Zwänge tragen müssten.
Sie sehen virtuell im der realen als unterlegen an, das ist es aber nicht sondern es ist nur anders. |
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Casual
Anmeldedatum: 25.06.2009 Beitr�ge: 15 Wohnort: Delmenhorst
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Verfasst am: 01.08.2009, 12:12 Titel: |
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Das reale Leben, wurde von uns damals, als Leben bezeichnet, dass sich nicht vor dem PC abspielt. Also ist das virtuelle Leben, sprich "second-Life" alles, was sich vor dem PC abspielt. (Spielen/Chatten etc.) Wobei chatten den Bezug zum realen Leben noch zulässt. Nicht jedoch das Spielen, dass eine zweite Welt aufbaut, in der die jeweilige Person untergeht, wenn man nicht gerade selber in diese Welt involviert ist.
Da ich die Definition von "Real-Life" und "second-Life" nun vorgenommen habe, erklärt sich die zweite Frage von selber. Tennis bzw. Sport allgemein integriert das Individuum in die Gesellschaft und fördert keine Parallelwelt. Ich betreibe selber sehr viel Sport und würde es auch als exessiv deklarieren, aber die Sportart integriert mich mehr, als das sie mich ausgrenzt. Thema: World of Warcraft.
Ich sehe virtuelle Bekanntschaften nicht als mindertwertig an, aber es gibt eine Priorität zur Realität und eine virtuelle Freundschaft kann, wenn ich nicht gerade am PC sitze, mir nicht in der Realität helfen. Ich muss also ein Medium aufsuchen, um diese "Freundschaft" zu pflegen und das grenzt die Freundschaft bzw. Bekanntschaft dann schon auf eine Art und Weise ab. Das viele Personen im Internet "Hemmungen" nicht haben, ist klar, aber sie werden in der Realität trotzdem mit denen Leben müssen. Lediglich der Umgang kann dadurch verbessert werden. Oder würden Sie, wenn Sie in der Rolle des Chefs wären, das Argument "Im Internet habe ich aber..." durchgehen lassen? Ich glaube kaum.
Abschließend kann ich sagen, dass ich selber gespielt habe und mir ein Urteil erlauben kann. Ich war involviert und habe in einer Elite-Gilde im "second-Life" gespielt und die Gesellschaft sieht soetwas nicht gerne und das habe ich auch gemerkt. (Vorurteile etc.) |
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Acaloth
Anmeldedatum: 30.07.2009 Beitr�ge: 14
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Verfasst am: 01.08.2009, 14:45 Titel: |
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| Casual hat Folgendes geschrieben: | | Das reale Leben, wurde von uns damals, als Leben bezeichnet, dass sich nicht vor dem PC abspielt. Also ist das virtuelle Leben, sprich "second-Life" alles, was sich vor dem PC abspielt. (Spielen/Chatten etc.) Wobei chatten den Bezug zum realen Leben noch zulässt. Nicht jedoch das Spielen, dass eine zweite Welt aufbaut, in der die jeweilige Person untergeht, wenn man nicht gerade selber in diese Welt involviert ist. |
Diese Trennung ist aber völlig unsinnig, da das virtuelle in die Gesellschaft integriert ist. Das Internet ist kein Paralleluniversum sondern ein weiteres Medium (oder DAS Medium). In einer "zweiten Welt" kann ich auch durch Bücher lesen und eigene Fantasie versinken, dazu brauchts nicht zwangsläufig ein Computer, er erleichtert das ganze nur.
Vielleicht sollten wir uns im klaren sein das der Mensch immer eine gwisse Tendenz zur Realitätsflucht hat.
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Da ich die Definition von "Real-Life" und "second-Life" nun vorgenommen habe, erklärt sich die zweite Frage von selber. Tennis bzw. Sport allgemein integriert das Individuum in die Gesellschaft und fördert keine Parallelwelt. Ich betreibe selber sehr viel Sport und würde es auch als exessiv deklarieren, aber die Sportart integriert mich mehr, als das sie mich ausgrenzt. Thema: World of Warcraft. |
Aber die Gesellschaft und das Spiel/Internet sind genau dasselbe, das Internet ist nur Ausdruck der Gesellschaft. Sie machen wieder das reale dem virtuellen überlegen und ich versteh ehrlich gesagt nicht wieso.
World of Warcraft würde mich auch nicht ausgrenzen nur weil ichs nicht mit meinen Kumpels von nebenan spiele....
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Ich sehe virtuelle Bekanntschaften nicht als mindertwertig an, aber es gibt eine Priorität zur Realität und eine virtuelle Freundschaft kann, wenn ich nicht gerade am PC sitze, mir nicht in der Realität helfen. Ich muss also ein Medium aufsuchen, um diese "Freundschaft" zu pflegen und das grenzt die Freundschaft bzw. Bekanntschaft dann schon auf eine Art und Weise ab. |
Da stellt sich glaube ich die Definitionsfrage, was ist Freundschaft, was nicht und auch das ist in meinen Augen sehr subjektiv und nicht durch eine allgemein Formel zu klären.
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Das viele Personen im Internet "Hemmungen" nicht haben, ist klar, aber sie werden in der Realität trotzdem mit denen Leben müssen. Lediglich der Umgang kann dadurch verbessert werden. |
Aber wenn man denjenigen dann irgendwann real trifft hat man dennoch bereits einen ganz anderen Zugang. Das der Chef das nicht akzeptiert ist klar aber ganz ernsthaft was hätten sie jetzt weiter geschrieben wenn sie den Angefangenen Satz beenden hätten müssen ( "Im Internet habe ich aber...") mir wäre jedenfalls nichts eingefallen was der Abgelehnte dem Chef gegenüber sagen hätte können das auch nur irgendeine Relevanz für den Job hätte. Also ist die Frage ansich bereits unsinnig.
Wenn der nun als Sicherheitsprogrammierer eingestellt werden will und sagt "Im Internet habe ich aber den MySQL-Exploit soundso gefunden" dann würde es vermutlich wiederum relevant und der Chef würde ihn vllt einstellen.
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Abschließend kann ich sagen, dass ich selber gespielt habe und mir ein Urteil erlauben kann. Ich war involviert und habe in einer Elite-Gilde im "second-Life" gespielt und die Gesellschaft sieht soetwas nicht gerne und das habe ich auch gemerkt. (Vorurteile etc.) |
Gut zu wissen das man mit einem spricht der sich auskennt und nicht mit dem 0815- Spielen-ist-scheisse-Mensch. |
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Casual
Anmeldedatum: 25.06.2009 Beitr�ge: 15 Wohnort: Delmenhorst
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Verfasst am: 03.08.2009, 09:52 Titel: |
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Natürlich kann ich auch durch Bücher etc. in eine Parallelwelt versinken, aber ist die Gefahr bei MMORPGS (Auf die ich mich eigentlich nur beziehe) nicht viel größer? Die Tendenz zur Realitätsflucht ist an und für sich nichtmal schlimm, sondern kann auch sehr positiv sein. Die Romantik beschäftigte sich damals auch sehr intensiv damit und heutzutage wird diese vielfach verehrt. Nur leider gibt es auch hier ein Für und Wider. So wie immer.
| Zitat: |
Aber wenn man denjenigen dann irgendwann real trifft hat man dennoch bereits einen ganz anderen Zugang. Das der Chef das nicht akzeptiert ist klar aber ganz ernsthaft was hätten sie jetzt weiter geschrieben wenn sie den Angefangenen Satz beenden hätten müssen ( "Im Internet habe ich aber...") mir wäre jedenfalls nichts eingefallen was der Abgelehnte dem Chef gegenüber sagen hätte können das auch nur irgendeine Relevanz für den Job hätte. Also ist die Frage ansich bereits unsinnig.
Wenn der nun als Sicherheitsprogrammierer eingestellt werden will und sagt "Im Internet habe ich aber den MySQL-Exploit soundso gefunden" dann würde es vermutlich wiederum relevant und der Chef würde ihn vllt einstellen. |
Mit "aber wenn" zu argumentieren ist auch nicht gerade sehr sinnvoll. Davon mal ab - das Spiel frisst eine Menge Zeit und verursacht viele Lücken im Leben, es kann aber auch positiv sein, wenn man es z.B. auf Englisch spielt und nebenbei Vokabeln lernt. Alles reine Auslegungssache. Allgemein kann man keine prinzipielle ANTI-Haltung einnehmen oder alles gutheißen. Was nur sehr wichtig ist, ist die Argumenation und wenn die nachvollziehbar bleibt, und ich selber habe es erlebt und kann somit aus Erfahrung sprechen, dann kann man auf Toleranz pledieren.
| Zitat: | | Gut zu wissen das man mit einem spricht der sich auskennt und nicht mit dem 0815- Spielen-ist-scheisse-Mensch. |
Nun frage ich Sie andersrum, ob Sie denn damit Erfahrung haben? Sich ein Urteil zu erlauben, erfordert ein gewisses Wissen. Aus dem letzten Satz erkenne ich aber schon, dass sie ein anfechter der ANTI-Haltung sind. Also frage ich mich nun, auf welcher Seite Sie stehen oder stehen würden? Bei solchen Themen kann die "rechte" Seite rein subjektiv sein, deshalb sind eben solche Themen sehr interessant.
So long,.. |
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Acaloth
Anmeldedatum: 30.07.2009 Beitr�ge: 14
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Verfasst am: 03.08.2009, 18:41 Titel: |
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| Casual hat Folgendes geschrieben: | | Natürlich kann ich auch durch Bücher etc. in eine Parallelwelt versinken, aber ist die Gefahr bei MMORPGS (Auf die ich mich eigentlich nur beziehe) nicht viel größer? Die Tendenz zur Realitätsflucht ist an und für sich nichtmal schlimm, sondern kann auch sehr positiv sein. Die Romantik beschäftigte sich damals auch sehr intensiv damit und heutzutage wird diese vielfach verehrt. Nur leider gibt es auch hier ein Für und Wider. So wie immer. |
Naja....sie haben mich noch nie lesen sehen
Ich denke es geht bei dieser Realtitärsflucht nur um die gesellschaftliche Akzeptanz. Realitätsflucht mit Büchern is ok, aber mit Videospielen nicht?
Das liegt meines Erachtens nur daran das es die Videospiele noch nicht solange gibt. Oder was denken sie haben die zeitgenossen von den Romantikern gehalten?
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Mit "aber wenn" zu argumentieren ist auch nicht gerade sehr sinnvoll. Davon mal ab - das Spiel frisst eine Menge Zeit und verursacht viele Lücken im Leben, es kann aber auch positiv sein, wenn man es z.B. auf Englisch spielt und nebenbei Vokabeln lernt. |
Ich musste mit "aber wenn" argumentieren weil sie ein Argument brachten (mit dem Chef) das einfach völlig unsinnig war.
Weil ihnen meines Erachtens nichts einfallen würde mit dem sie sowohl dem Chef was relevantes antworten, als auch unser Themengebiet nicht verlassen.
| Zitat: |
Nun frage ich Sie andersrum, ob Sie denn damit Erfahrung haben? Sich ein Urteil zu erlauben, erfordert ein gewisses Wissen. Aus dem letzten Satz erkenne ich aber schon, dass sie ein anfechter der ANTI-Haltung sind. Also frage ich mich nun, auf welcher Seite Sie stehen oder stehen würden? Bei solchen Themen kann die "rechte" Seite rein subjektiv sein, deshalb sind eben solche Themen sehr interessant.
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1. Die "rechte" Seite ist immer subjektiv weil der Mensch nicht in der Lage ist objektiv zu sein.
2. Wer selbsterkennt er ist süchtig muss in Behandlung und diese auch erhalten, wer durch Freunde erkennt das er süchtig ist muss in Behandlung. Aber in all diesen Dingen muss der Süchtige sich selbst eingestehen das er süchtig ist und dieses Merkmal nicht von anderen aufgestempelt kriegen.
Ich verurteile die Argumentation vieler "Experten" die denken eine Studie oder Umfrage machen zu können und dann rauslesen zu können ob wer süchtig ist oder nicht, in meinen Augen funktioniert das aus dem einfachen Grund nicht weil Sucht nicht standardisiert bewertet werden kann (jedenfalls nicht diese).
Was mich sehr bedenklich stimmt, in vielen Onlinesuchtforen ist teilweise auch der fanatisch missionarische Eifer mit dem manche überall Sucht orten, beinahe wie bei der Inquisition, wer sagt er sei nicht süchtig muss süchtig sein.
3. Ja ich verbringe selber sehr viel zeit vor dem Computer (viele hier würden es als "exzessiv" bezeichnen), was vor allem daran liegt, das er für mich Zeitung, Telefon, Buch, Fernseher, Radio und Computer gleichzeitig ist und ich oftmals viele Stundne damit verbringe mit Leuten über Sachen wie diese hier zu diskutieren.
Ich habe auch längere Zeit in Clans Spiele gespielt, aber im Moment nicht. |
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Casual
Anmeldedatum: 25.06.2009 Beitr�ge: 15 Wohnort: Delmenhorst
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Verfasst am: 03.08.2009, 20:44 Titel: |
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Ich habe Sie auch noch nicht lesen gesehen, aber vielleicht wäre das eine Erfahrung wert?
Die Kritik an der Romantik kenne ich sehr wohl. Gerade die Worte von Goethe waren nicht gerade ein Kompliment, aber mit der Zeit ändert sich soetwas und das wird es sich sicher auch in Bezug auf Onlinespiele wie z.B. World of Warcraft.
| Zitat: | Ich musste mit "aber wenn" argumentieren weil sie ein Argument brachten (mit dem Chef) das einfach völlig unsinnig war.
Weil ihnen meines Erachtens nichts einfallen würde mit dem sie sowohl dem Chef was relevantes antworten, als auch unser Themengebiet nicht verlassen. |
Zugegeben, das Argument, wenn ich es so nennen kann, war nicht sehr sinnig, aber es sollte verdeutlichen, dass es in der Realität oft wenig Anerkennung für solche Bemühungen gibt. Ein Mensch, der in der Realität unsozial ist, kann im Videospiel sehr sozial sein. Solche Taten werden nur schwer anerkannt und daran sollte man arbeiten.
| Zitat: | 2. Wer selbsterkennt er ist süchtig muss in Behandlung und diese auch erhalten, wer durch Freunde erkennt das er süchtig ist muss in Behandlung. Aber in all diesen Dingen muss der Süchtige sich selbst eingestehen das er süchtig ist und dieses Merkmal nicht von anderen aufgestempelt kriegen.
Ich verurteile die Argumentation vieler "Experten" die denken eine Studie oder Umfrage machen zu können und dann rauslesen zu können ob wer süchtig ist oder nicht, in meinen Augen funktioniert das aus dem einfachen Grund nicht weil Sucht nicht standardisiert bewertet werden kann (jedenfalls nicht diese).
Was mich sehr bedenklich stimmt, in vielen Onlinesuchtforen ist teilweise auch der fanatisch missionarische Eifer mit dem manche überall Sucht orten, beinahe wie bei der Inquisition, wer sagt er sei nicht süchtig muss süchtig sein. |
Ich selber war damals süchtig und bin nicht in Behandlung gegangen. Ich habe es alleine bewältigt und den Ausweg so gefunden. Sicher kann dies nicht jeder, aber es gibt viele Wege aus so einer Situation raus und sofort den Weg zu wen aufzusuchen, der ohnehin von Medien beeinflusst ist, kann auch falsch sein. (Psychologe)
Diskussionen wie diese sehe ich als sehr sinnvolle Methode an, weil sie neben der Ausarbeitung des Themas auch die Sprache fördern bzw. die Rechtschreibung etc. Dann wird das Medium Internet wieder auf eine sehr positive Weise genutzt und hilft, zu vermitteln und Toleranz zu entwickeln. Die Frage ist nach wie vor nur, was die Gesellschaft als "Sucht" ansieht und dort gibt es, wie Sie schon sagten, keine objektiven Kriterien, außer die Person ist ohne das Spiel anders. (Aggressionen z.B.)
Somit scheint die Einschätzung doch auch schwer zu fallen, oder nicht? Es gibt eben kein 0815-Muster. |
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Acaloth
Anmeldedatum: 30.07.2009 Beitr�ge: 14
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Verfasst am: 03.08.2009, 22:15 Titel: |
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| Casual hat Folgendes geschrieben: | Ich habe Sie auch noch nicht lesen gesehen, aber vielleicht wäre das eine Erfahrung wert?
Die Kritik an der Romantik kenne ich sehr wohl. Gerade die Worte von Goethe waren nicht gerade ein Kompliment, aber mit der Zeit ändert sich soetwas und das wird es sich sicher auch in Bezug auf Onlinespiele wie z.B. World of Warcraft. |
ja ich denke auch das sich das mit der Zeit ändert, aber im Moment besteht eben der übliche Generationenkonflikt, nur vielleicht etwas krasser.
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Ich selber war damals süchtig und bin nicht in Behandlung gegangen. Ich habe es alleine bewältigt und den Ausweg so gefunden. Sicher kann dies nicht jeder, aber es gibt viele Wege aus so einer Situation raus und sofort den Weg zu wen aufzusuchen, der ohnehin von Medien beeinflusst ist, kann auch falsch sein. (Psychologe) |
Hut ab vor ihrer Leistung.
| Casual hat Folgendes geschrieben: |
Diskussionen wie diese sehe ich als sehr sinnvolle Methode an, weil sie neben der Ausarbeitung des Themas auch die Sprache fördern bzw. die Rechtschreibung etc. Dann wird das Medium Internet wieder auf eine sehr positive Weise genutzt und hilft, zu vermitteln und Toleranz zu entwickeln. Die Frage ist nach wie vor nur, was die Gesellschaft als "Sucht" ansieht und dort gibt es, wie Sie schon sagten, keine objektiven Kriterien, außer die Person ist ohne das Spiel anders. (Aggressionen z.B.)
Somit scheint die Einschätzung doch auch schwer zu fallen, oder nicht? Es gibt eben kein 0815-Muster. |
Diskussionen sind immer eine sinnvolle Methode und ich bin an Diskussionen alleine vermutlich ca. 4 Stunden am Tag im Netz, unter uns mit der Rechtschreibung hab ichs immer noch nicht, dafür kann ich nun dank täglicher Übung und viel Computer spielen leicht tippen ohne je das Zehnfingersystem gelernt zu haben (man siehts an meiner Handhaltung meine Hände sind immer auf dem WASD Kreuz).
Ja es ist bei nicht-stoffgebundenen Süchten generell ein Problem das man keine allgemeingültigen Erklärungen aufbauen kann ansich. Das Problem ist aber das genug "Experten" rumlaufen die meinen sie könnten es und dann damit Panik bei den Eltern schüren und mit ihren Schreckenszenarios durch die talkshows tingeln. |
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Casual
Anmeldedatum: 25.06.2009 Beitr�ge: 15 Wohnort: Delmenhorst
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Verfasst am: 04.08.2009, 06:28 Titel: |
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Nun, Rechtschreibung hin oder her, aber auch genau die Art und Weise der Kommunikation wird dadurch doch stark verbessert. (Ausdrucksfähigkeit) Wenn ich an damals denke, wie es in Chats herging bzw. noch hergeht, dann grauelt es mir schlimm. Alles klein geschrieben und ohne jegliche Interpunktion. Grauenhaft!
Zurück zum eigentlich Thema:
Ich komme zu der Ansicht, dass es Personen gibt, die eine Sucht durchaus beurteilen können und dann sagen können, dass Person XY süchtig ist. Diese jeweilige Person muss aber Erfahrung mit solchen Dingen haben und kein Vorwurf draus machen. (Somit eignen sich viele schonmal nicht mehr!) Wenn es dann in einer Art und Weise geschieht, die der Person angemessen ist, gibt es sicher Auswege bzw. Kompromisse. |
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BerndD [IPOS]
Anmeldedatum: 20.02.2008 Beitr�ge: 54
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Verfasst am: 04.08.2009, 12:06 Titel: Grüße, |
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eine rege Diskussion ist in Gang gekommen, bei der schon vieles angesprochen wurde, deswegen möchte ich auch kurz die Möglichkeit nutzen um das eine oder andere anzusprechen, in der Hoffnung, dass ich nicht zu viel, von dem was schon gepostet wurde, wiederhole.
Meines Erachtens spiegelt euer kleiner Diskurs die allgemeine Problematik der subjektiven Sichtweisen wieder, die ihr ja auch schon angesprochen habt. Noch deutlicher wird dies natürlich bei sehr konservativen Stimmen, welche radikale Maßnahmen fordern ...
Einiges möchte ich allerdings zu bedenken geben:
Es sollte bedacht werden, dass keine Sucht standardisiert betrachtet werden kann und das bei der Internetsucht, auf Grund der Tatsache, dass es sich um eine relativ junge Suchterkrankung handelt, natürlich noch mehr graue Bereiche gibt als bei anderen Suchtformen. Deswegen ist es sehr wohl angebracht, dass sich Menschen auf einer wissenschaftlichen Ebene mit dem Thema auseinandersetzen, weil dadurch das Wissen um diese Art der Suchterkrankung vermehrt wird. Dass es hierbei immer wieder sehr konservative und liberale Lager geben wird, liegt in der Natur der Menschen und nicht der Sache, weil wir dies überall finden (vgl. Waffengesetze und Alkoholgesetze in den USA; Gewaltspieldiskussion in Dtld., etc.). Die empirische Auseinandersetzung hilft dennoch, neue Erkenntnisse zu gewinnen, welche wiederum der Installierung möglicher Hilfsangebote dienlich sein kann. Im best case führen diese Erkenntnisse dazu, dass man drauf kommt, es handelt sich um keine Sucht, es entsteht kein Leidensdruck, wir brauchen uns nicht mit dem Problem zu beschäftigen, weil es kein Problem gibt.
Fakt ist allerdings, dass es zurzeit sehr wohl Menschen gibt, die einen Leidensdruck auf Grund ihres pathologischen Computergebrauchs haben und ich denke in einem Sozialstaat wie es Österreich (noch;-) ist, sollte diesen Menschen geholfen werden.
Natürlich ist dabei Sucht immer auch subjektiv und zwar jede Art von Sucht. Trotzdem hat man beim Alkohol, Drogen, Glückspielsucht etc. Diagnosemerkmale aufgestellt, die dabei helfen sollen, erstens eine Sucht zu erkennen (z.B. im Gegensatz zu einem exzessiven Verhalten) und zweitens in weiterer Folge, dass man ihr begegnen kann, sprich etablierte Hilfsangebote anbieten kann.
Streng genommen erübrigt sich die Diskussion bis jetzt, da die Internetsucht noch nicht in gängige Klassifikationssysteme aufgenommen wurde - also könnte man banal sagen: Die Sucht gibt es nicht. Ein Leidensdruck ist aber offensichtlich sehr wohl dar, was diese Behauptung wiederum umstößt und in weiterer Folge könnte man die gesamten Klassifikationssysteme in Frage stellen, weil Sucht (wie schon mehrmals erwähnt wurde) etwas subjektives ist. Etwas von individuellen Menschen zu individuellen Meschen unterschiedliches, was sich eigentlich nicht kategorisieren lässt, weil sich Menschen nicht kategorisieren lassen. Trotzdem sind Kategorien da, weil sie Hilfsmittel darstellen - vielleicht wird man irgendwann in Zukunft einen besseren Umgang damit finden, bis dato helfen sie uns einfach im Umgang mit Erkrankungen;-)
Lange Rede kurzer Sinn. Von den ein oder anderen radikalen Stimmen aus der Wissenschaft und natürlich von einigen hetzerischen Medien wird auch dieses Thema mit einer starken Übertriebenheit dargestellt, aber deswegen würde ich den gesamten wissenschaftlichen Anspruch nicht in Frage stellen, denn selbst wenn dies nur ein temporäres Phänomen ist, dass uns in 10-20 Jahren, wenn die "native Internetnutzer" die Eltern sind, vielleicht überhaupt nicht mehr beschäftigt (was durchaus im Bereich des möglichen ist), so beschäftigt es uns derzeit und dem sollte man sich auch -auf verschiedenen Ebenen- annehmen.
Wünsch euch einen schönen Tag,
Grüße
Bernd |
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Casual
Anmeldedatum: 25.06.2009 Beitr�ge: 15 Wohnort: Delmenhorst
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Verfasst am: 04.08.2009, 14:30 Titel: |
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Netter Beitrag.
| Zitat: | | ..und ich denke in einem Sozialstaat wie es Österreich (noch;-) ist, sollte diesen Menschen geholfen werden. |
Vorab: Ich wohne in Deutschland.
Wie würde solch eine Hilfe aussehen? Der Entzug vom Spiel selbst kann sicher verherrende Folgen haben, gerade für den "Süchtigen". Wie geht man also an ein so empfindliches, und stark subjektives, Problem ran?
Schöne Grüße aus dem, kaum zu glauben, sonnigen Deutschland.
Lars |
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