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Flo
Anmeldedatum: 09.01.2009 Beiträge: 16 Wohnort: Waltershausen
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Verfasst am: 09.01.2009, 21:10 Titel: wie ich aus der Sucht kam... |
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Ich fang mal ganz von vorn an. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass Menschen mit sozialen Problemen aller Art die anfälligste Fraktion für eine Onlinesucht ist. Bei mir fing es ähnlich an. Da meine Freundin die ich sehr geliebt habe schluss gemacht hatte, hatte ich dauerschlechtelaune. Es muss ja nicht unbedingt die Freundin sein, dafür kann es ja mehrere Gründe geben. Für mich war in dieser Zeit WoW eine Art endlich wieder Glück zu empfinden. Solche probleme hat man beim Spielen nicht. Ich wollte mich vor diesen Problemen drücken indem ich WoW spielte(allerdings unbewusst), deswegen ließ ich mich nicht von WoW abbringen. Ich finde jetzt dass es wichtig gewesen wäre das jemand auf mich eingeht und mit mir genau über die Probleme redet die ich lieber umgangen habe. Im Spiel war ich in meiner Welt( ohne stress, ohne probleme ), wenn in dieser Zeit meine Mum reinkam und ich sollte ihr z.B. was helfen(so wollte sie mich vom pc reißen), machte mich das Zornig, denn für mich war sie schuld daran dass ich aus meiner ´´perfekten Welt´´ musste.
Es bringt also absolut 0 den Stecker zu ziehen oder das Internet zu kappen, so zieht man nur die Wut des Spielenden auf sich. Man fängt mit PC- spielen an weil mit einem etwas sozial nicht stimmt, denn bei einem glücklichen Leben erscheint einem ein Computerspiel das fast die komplette Tageszeit in Anspruch nimmt überflüssig! Man muss dem Spielendem also zeigen dass er eine Person ist die auch von anderen geschätzt wird. in WoW z.B. überlebt man meist nur in der gruppe. Es werden verschiedene Spieler gebraucht. Mir wurde auch in der Realität gezeigt dass ich gebraucht werde. Mir wurde auch wieder gezeigt dass man auch im Realen Leben das Glücksgefühl das man im Spiel hat haben kann. Nur so kam ich aus der Sucht. Ich(und dass muss natürlich jeder der seine Onlinesucht beenden will) muss auch heute noch damit klar kommen PC spiele zu sehen und mich dabei selbst im Griff haben, da heute jeder einen PC hat.
Bei mir hat es nichts gebracht mich krampfhaft vom Spielen abzuhalten, man musste sich ersteinmal in meine Lage versetzten und mit ´vorsicht´ probleme offen ansprechen die ich eigentlich umgehen wollte... Da man in solch einer Sucht sehr sensibel ist, sollte man aufpassen den Spielenden nicht persönlich zu verletzen, was nicht gerade einfach ist. Das wichtigste ist dass bei solchen Gesprächen die Eltern/Freunde etc. immer auf der Seite des Spielenden bleiben um sein/ihr vertrauen zu gewinnen.
so ungefähr hab ich das jednfalls gesehn als i süchtig war, i hoff es hilft euch.
liebe grüße
Flo |
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Ramona [IPOS]
Anmeldedatum: 05.03.2007 Beiträge: 38 Wohnort: Kärnten
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Verfasst am: 12.01.2009, 09:04 Titel: |
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Hi Flo,
vielen Dank für die Schilderung deiner Erlebnisse.
Ich freu mich, dass es dir nun auf deinem Weg gut geht und du weißt, wie du in Zukunft mit Rückschlägen, denen man einfach immer wieder mal im Leben begegnet, umgehen kannst.
VIelleicht kannst du die Schritte wie deine Familie oder Freunde auf dich zugegangen sind in dieser Zeit näher beschreiben.
Was hat deine Mum dann verändert, um an dich ran zu kommen?
Hast du irgendwann einmal "umgedacht" und um Hilfe gebeten?
Was war für dich der ausschlaggebende Punkt die angebotene Hilfe auch anzunehmen?
Ich denke, gerade für Eltern ist oft die Herausforderung sehr groß an einen Jugendlichen heranzukommen. Gerade in solchen Situationen wie dem Verlust der ersten Liebe, oder eventuellen gröberen Problemen mit Freunden... Man selbst weiß, dass man nicht gleich dafür empfänglich war und alles abblockte, einfach aus Sturheit oder zu wenig Vertrauen in die Eltern...
Na vielleicht kannst uns das allen noch etwas genauer schildern.
Ich denke, das wäre sehr spannend.
Dir auf jeden Fall weiterhin alles Gute auf deinem Weg.
Lg
Ramona |
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maggy
Anmeldedatum: 28.01.2009 Beiträge: 3 Wohnort: wien umgebung
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Verfasst am: 28.01.2009, 20:01 Titel: zu wie ich aus der sucht kam |
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danke für deinen beitrag, es wäre hilfreich zu wissen, wieso du plötzlich so zugänglich wurdest, dass du aus deiner umnachtung den weg nach aussen gefunden hast.
ich stehe mit meinem sohn ziemlich an. ic habe verständnis gehabt, ich habe gestritten mit ihm, er wurde aggressiv gegen gegenstände und verbal, ................ ehrlich gesagt, ist so ein zustand nicht auszuhalten und ich leide selber darunter und bin schon ganz krank. abgesehen davon kann man ja nicht schlafen, wenn in der nacht ständig einer quatscht ohne rücksicht darauf, dass man am nächsten tag aufstehen muss, denn der süchtige bleibt ja zu hause.
also, wenn es die zeit erlaubt, wäre es nett, wenn du deine erkenntnisphase genauer schildern könntest. vielen dank, maggy |
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