Onlinsucht Allgemein
Onlinesucht Hilfe für Spieler
Forum und Hilfe für Eltern
Onlinesucht Wissenschaft

Onlinesucht - Forum & Hilfe - Anzeichen für Onlinesucht


Anzeichen für Onlinesucht

Insbesondere für Eltern kann man einige Schlagworte bzw. Fragestellungen nennen wie sich die Onlinesucht äußert.

  1. Trifft das Kind weniger reale Freunde als bisher?,
  2. steht das Kind, nachdem gegessen wurde rasch auf und geht wieder ins Computerzimmer?
  3. Rennt der PC oft bis 2,3 Uhr in der Früh?
  4. Läuft dann eine Schularbeit im Word am PC um "lernen" vorzugaugeln?
  5. Verschlechtern sich die Noten des Kindes?
  6. Spricht das Kind plötzlich eine "neue" Sprache. Einen Soziolekt deren Abkürzungen unverständlich sind?
  7. Hat ihr Kind Augenringe beim Frühstück?
  8. Stellt man eine Gewichtsabnahme oder -zunahme fest?
  9. Ist im Kinder / Kinderarbeitszimmer mehr Unordnung als Früher?

Wenn einige dieser Punkte zutreffen könnte eine Online(spiele)sucht vorliegen.

Der wichtigste Schritt wäre es offen und ehrlich mit dem Kind zu reden. Aber nicht mit erhobener Keule und ohne einem aktiven "Eltern-ich". Am Schönsten wäre es wenn man probiert Verständnis für das Onlineverhalten aufzubringen und die Gründe dafür zu hinterfragen.

Typische Gründe:

  • Die gesamte Peer-Group (Freundeskreis) des Kindes spielt WoW. Er trifft somit auch virtuell seine realen Freunde (und ersetzt dadurch die realweltlichen Treffen).
  • Flucht in die Onlinewelt ist letztendlich nur ein weiterer Schritt, weil das Kind selbständig schon seit Jahren DVD's schaut, Videospiele spielt und die Onlinewelt ist eben letztendlich  nur ein weiteres Videospiel. Eines das so intensiv ist, dass es den Gebrauch anderer Medien in den Hintergrund rückt. Daher kommt es besonders augenscheinlich zu tragen.
  • Kind fühlt sich unwohl. Ist eventuell mit sich selbst nicht zufrieden. Bekommt im Netz Bedürfnissbefriedigung und Zuwendung.

Von Vorteil ist es auf jeden Fall zu wissen was ein MMORPG ist. Und wie eine Onlinewelt aufgebaut ist.

Der Weg hinaus ist natürlich schwer. Verbote sind wahrscheinlich der falsche Weg. Eines kann aber nie Schaden. Zeit in das eigene Kind investieren. Zeit sich für die Probleme des Kindes zu nehmen, aber auch für dessen Hobbies zu interessieren. Und besonders wichtig: Wertfrei in die ersten Gespräche mit dem Kind gehen. Das Onlinespiel nicht an den Pranger stellen und nicht verteufeln, selbst wenn zB die Gefahr besteht, dass eine Klasse wiederholt werden muss und ein Grund das zu intensive Spielverhalten sein könnte. Der wahre Grund ist jedoch meist ein Anderer und der muss gemeinsam entdeckt werden.

Sehr empfehlenswert:

Diese Aufsätze sind Zusammenfassung der Interviews von Pfeiffer, Primus und Götzl mit Wiens führenden Experten.


02.03.2007 - Alexander Pfeiffer

 

}