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Betrachtung der Ist-Situation

Für viele Kenner des Spielemarktes beginnt die moderne Ära der Online-Rollenspiele im Jahr 1997 mit dem von Origin programmierten und online gestellten Spiel „Ultima Online“. Dieses Spiel baut auf die berühmte Spieleserie „Ultima“ auf, ein Offline-Rollenspiel welche bis heute inklusive aller Ableger elf Teile aufweist. Ähnlich wie J.R.R. Tolkien in “der Herr der Ringe“, hat „Lord British“, bzw. Richard Garriot, wie der Erfinder der Fantasiewelt mit weltlichem Namen heißt, eine komplette Welt erfunden. Diese heißt „Britannia“ und wurde im besagtem „Utima Online“für -zigtausende Spieler gleichzeitig zugänglich.In wenigen Monaten hatte das Spiel 100.000 Teilnehmer. Die Server sind bis zum heutigen Tage noch in Betrieb. In „Ultima Online“ gab es das erste Mal das Phänomen der Schattenwirtschaft. Gegenstände und Charaktere sowie Gold wurde gegen Bargeld für das Spiel gekauft. Obwohl selbstverständlich nicht vom Spielehersteller genehmigt nahm dieser illegale Wirtschaftszweig beachtliche Maße an und ist der Vorreiter für die aktuelle Schattenwirtschaft von Spielen wie World of Warcraft oder Everquest.  

Auf dem asiatischen Markt erscheint im Jahr 1997 das Spiel „Lineage“, programmiert von NC-Soft. Vier Millionen zahlende Spieler konnten sich im Laufe der Jahre für diese Welt begeistern. (1)

Mittlerweile ist der Nachfolger Lineage 2 online. In diesem Jahr wurde von Blizzard das „Battle-Net“ geboren. Eine kostenfreie, durch Werbebanner finanzierte Plattform, auf der sich Spieler gegeneinander messen konnten. Im Jahr 1998 erscheint von Blizzard das Echtzeitstragiespiel StarCraft. Bis heute wird es weltweit gerne gespielt. In den E-Sports Ligen ist es bis heute ein Turnierspiel. 1999 Programmieren Fans des Spiels „Half-Life“ eine Modifikation. Es entsteht daraus das Spiel „Counter Strike“, dies ist der meistgespielte Online-Shooter, weltweit gesehen, geworden. Weiters erscheint in diesem Jahr das Spiel „Everquest“ von Sony Computer Entertainment. Und das Spiel „Diablo 2“ der Firma Blizzard. Im Jahr 2002 erobern die Konsolen den Online-Markt. Sowohl Microsoft mit X-Box Live als auch die Sony-Playstation mit dem optionalen Modem bieten den Benutzern die Möglichkeit, sich online mit anderen Spielern zu messen.(2) Im selben Jahr erscheint „Warcraft 3“. Dieses Online-Strategiespiel (welches auch einen Singlespieler-Story-Modus hatte) ist auf ein ähnliches System aufgebaut wie „Starcraft“ aus dem gleichen Hause. Der Unterschied liegt in der moderneren Grafik und an der Spielewelt an sich. „Warcraft“ spielt in einer Fantasiewelt mit Fabelwesen, während „Starcraft“ ein SciFi Scenario aufweist. Das Jahr 2004 wartet mit zwei Spielen auf, welche alles bisher da gewesene geschlagen haben. Sony Computer Entertainment bringt „Everquest 2“ auf den Online-Markt. 

Kommerziell erfolgreicher ist allerdings das Onlin-Spiel „Word of Warcraft“, welches bis heute mehr als acht Millionen zahlende Benutzer aufweist. Es ist das erste kostenpflichtige Online-Spiel von Blizzard. Täglich wächst die Gemeinde um 20.000 neue Abonnementen. (3) 

Das Jahr 2007 wird einige neue Konkurrenten zu WoW auf den Markt bringen. Die Frage ist nur ob sich die potentielle Anzahl der Spieler auf alle verfügbaren Spiele aufteilen wird, oder ob es viele nicht-Spieler oder derzeit noch "offline-games" Spieler in den Bann der Onlinewelten ziehen wird.


(1) NCSoft (2006) http://www.lineage.com/ (15.07.2006)

(2) Vgl Benjamin Sterbenz (2006) http://www.game-tank.at

(3) Hans-Hermann Sprado (2006) P.M. Magazin August 2006 (aus dem Editorial)

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